Hinter den Kulissen

Das bin ich. Florian, 23, aus Berlin. Hinter posterlin.de steckt kein großes Team, sondern eine einzelne Person. Die Idee zum Erstellen und Verkaufen dieser Poster kam mir während meiner vier Semester eines “Kartographie und Geomedien”-Studiums an der Beuth-Hochschule in Berlin. Ich war schon immer sehr selbstständig und wollte auch selbstständig in die Geschäftswelt starten. Also entwickelte ich einen Online-Shop und erstellte nach und nach immer mehr Städte-Poster.
Und hier bin ich nun 🙂 Zur Zeit studiere ich Interaction Design und versuche mich durch diesen Shop und mein Studium sowohl persönlich, als auch professionell, weiterzuentwickeln.

Du hast Fragen zu posterlin oder wie man sich mit einem kleinen Business selbstständig macht? Dann schreib mir einfach!

Ein Online-Shop dient im Internet dazu, Waren an bestimmte Zielgruppen weltweit zu verkaufen. Tag und Nacht. Das bekannteste Beispiel ist natürlich Amazon mit seinen riesigen Warenlagern und mittlerweile unzähligen Mitarbeitern. Oder MediaMarkt und Saturn, die sich erst vor ein paar Jahren dazu entschlossen haben ihre Technikprodukte im Internet zu verkaufen. Es gehört viel Arbeit zu einem Online-Shop, gerade weil es von jedem Produkt Fotos und Informationen geben muss, die detailliert zeigen und auflisten, wie sich die Ware zusammensetzt. Aber wisst ihr, wie es hinter den Kulissen eines solchen Shops aussieht? Welche Aufgaben die Mitarbeiter haben und welche Schritte nötig sind, bis ein Produkt vom Lagerregal aus liegend in den Karton gepackt wird? Nicht? Ich meistens auch nicht. Deshalb werde ich euch in diesem Beitrag zeigen, wie es bei posterlin hinter den Kulissen zugeht.

Ich lege bei dem gesamten Bestellprozess Wert auf Persönlichkeit und Qualität. Die Poster werden in einem eigens für den Druck eingerichteten Raum in meiner Wohnung gedruckt, geschnitten und verpackt. Zwischen der Bestellung und der Lieferung gelangen so nur meine Hände an das Poster. Auf diese Weise kann ich sichergehen, dir das bestmögliche Produkt nach Hause liefern lassen zu können.

Ablauf

Nachdem du dich für ein Poster entschieden hast, erhalte ich zusammen mit deiner Bestellung eine E-Mail mit den Bestelldetails. Ich überprüfe noch einmal deine Daten, um sicherzugehen, dass du die richtige Adresse angegeben und deinen Namen (soweit ersichtlich) richtig geschrieben hast. Die Dateien für die Poster befinden sich auf meinem Computer und können direkt nach der Kontrolle mit Adobe Acrobat an den Drucker geschickt werden. Je nach bestellter Größe muss die Datei noch an das Format angepasst werden.

Als Drucker verwende ich einen ImagePrograf iPF670 der Marke Canon, welcher sich gerade für den Druck von hochauflösenden Linien eignet. Da die Poster hauptsächlich aus solchen Linien bestehen, habe ich mich, nach langen Überlegungen, für dieses Modell entschieden. Er ist nicht direkt als Fotodrucker geeignet, kann aber mit dem entsprechenden Papier zu einem umfunktioniert werden. Insgesamt sechs Tintentanks mit jeweils bis zu 130 Millilitern erlauben es mir Grafiken aller Art in Größen von bis zu 18 x 0,6 Metern zu erstellen. Das ist für den Posterdruck natürlich nicht nötig, aber es ist ein nettes Gimmick.

Canon imagePROGRAF iPF670

Druck

Bei höchster Qualitätseinstellung benötigt der Druck ungefähr eine Minute. Das Papier wird danach automatisch abgeschnitten und fällt in das dazugehörige Stoff-Tray. Abgeschnitten bedeutet jedoch nicht, dass ich jetzt nichts mehr machen muss. Denn das Poster passt so noch nicht in einen Bilderrahmen. An zwei Kanten müssen 3 Millimeter und an den anderen beiden Kanten 8mm abgeschnitten werden. Das kommt durch die Papierbreite zustande, welche 60,99 cm beträgt. Da die Formate DIN-A1 und DIN-A2 jeweils eine Kante von 59,4 cm besitzen, schneide ich also noch die restlichen 1,6 cm ab.

Für den Druck benutze ich ein Papier mit einem Gewicht von 180 Gramm pro Quadratmeter. Es hat eine matte Oberfläche und wirkt daher besonders hochqualitativ, da es nicht spiegelt. Auf einer Rolle sind 30 Meter drauf, das heißt ich brauche nicht ständig Papierbögen einlegen oder Rollen wechseln.
Das Wechseln ist aber auch ein Kinderspiel, da braucht man auch kein großes Vorwissen oder unnötig viel Kraft.

Zum Zuschneiden habe ich mir eine Schneidemaschine (analog) von Dahle besorgt. Das Schneiden funktioniert damit so gut, dass keinerlei Risse oder Knicke entstehen. Aber das erwartet man von einer solchen Maschine ja auch. Ich habe noch nicht getestet wie viele Lagen Papier ich damit schneiden könnte, aber das werde ich wohl demnächst noch einmal probieren.

Endspurt

Nach dem Schneiden bleibt das Poster noch für einen kurzen Moment offen liegen, damit sich das Papier flach legen kann. Die Farbe ist nach dem Druck normalerweise direkt trocken, jedoch kann so auch noch einmal die Restfeuchte entweichen. Dann geht’s auch schon ans Verpacken. Das Einrollen ist oft eine knifflige Angelegenheit, weil ich hier natürlich keine Knicke machen darf und das kann schon einmal vorkommen, dann muss das Poster noch einmal ausgedruckt werden. Zum Einwickeln verwende ich weißes Seidenpapier, welches das Poster zum einen schützt und zum anderen natürlich auch ein bisschen was hermacht. Ist es fertig gerollt, hole ich aus meinem Planschrank, auf dem auch die Schneidemaschine steht, die Verpackung heraus und falte sie zu einem Trapez. Natürlich ist alles schon vorgegeben, das macht auch keine Mühe. Poster rein und fast fertig.

Was fehlt noch? Richtig, das Versandetikett. Ich habe einen DHL-Geschäftskundenvertrag und benutze zum übermitteln der Adressdaten an DHL die Anbindung meines Shops an Sendcloud. Damit werden deine Daten vom Shopsystem (bei mir Woocommerce) an die Cloud-Softwarelösung geschickt und ich kann von dort aus direkt das Etikett mit einem Standard-Drucker auf im Internet erhältliche DHL-Etiketten drucken.

Dank des Geschäftskundenvertrages hätte ich die Möglichkeit die Pakete auch abholen zu lassen. Aber ich wohne in Berlin und habe im Späti (Spätkauf) um die Ecke eine DHL-Abgabestelle. Zu Fuß sind das 50 Meter und so komme ich wenigstens einmal am Tag vor die Tür.

Fazit

Ihr seht: Das alles ist kein Hexenwerk! Insgesamt benötige ich für ein Poster mit Drucken, Schneiden, Trocknen und Verpacken eine halbe Stunde. Bei vielen Poster-Bestllungen geht das natürlich alles etwas schneller, da ich viele Arbeitsschritte kombinieren kann. Ich hoffe ihr konntet durch den Beitrag etwas Neues lernen und etwas über meine Workflows erfahren. Natürlich gibt es immer wieder etwas zu tun, aber ich habe nach mittlerweile einem halben Jahr herausgefunden, wie ich am schnellsten arbeiten kann und welche Mittel ich dazu benötige. Außerdem ist ein Shop vergleichbar mit einem Haus. Man ist nie fertig und findet immer wieder etwas, um sich und seine Prozesse zu verbessern.

Falls du Fragen hast oder einfach so etwas sagen möchtest, dann kannst du das unten im Kommentarbereich gerne tun. Ich freue mich auch über jegliche Kritik oder Anregungen!

Grüße aus Berlin

Florian

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Hallo Florian,

heute habe ich zum ersten mal Poster bei dir bestellt und warte nun auf das Ergebnis 🙂

Ich hätte noch unbedingt einen Städte Wunsch! Wäre es möglich meine Heimatstadt, die Hansestadt Stade in dein Programm aufzunehmen? Das wäre als Vervollständigung (der bereits bestellten Poster) perfekt.

LG aus Großbeeren (Brandenburg) Dominik

Antworten
    posterlin_hauptseite
    11. April 2019 15:55

    Hey Dominik, vielen Dank für deinen Kommentar! Ich werde deine Poster so schnell wie möglich bearbeiten und abschicken, bin natürlich auch schon gespannt, wie sie dir gefallen.

    Unter posterlin.de/wunsch-stadt kannst du dir Stade wünschen und dann nehme ich das in den Shop auf 🙂

    Viele Grüße aus Berlin

    Florian

    Antworten

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